Gearcheck: Mit diesen Devices arbeite ich in meiner Workstation

Nicht selten müssen Arbeitskräfte heute den Job erledigen, für den noch vor einigen Jahren die doppelte oder dreifache Manpower zur Verfügung stand. Klar, die Technik erlaubt uns auch effizienter und produktiver zu sein, als jemals zuvor! Das funktioniert aber nur dann, wenn man sie auch benutzt und das Potenzial ausschöpft – genau darum soll es heute in diesem Artikel gehen: Mit welchem Gear arbeite ich, um in meiner Tätigkeit als Projektleiter und Designer bei unserer Agentur für neue Medien 4eck Media den Tisch am Feierabend auch leer zu bekommen? Legen wir los und greifen tief in den Apfelkorb hinein:

Der iMac

Dieses ultraflache Triebwerk ist ein Traum! Mein iMac ist meine ultimative Produktivitätsmaschine an der ich wohl die meiste Arbeit verrichte. Er läuft täglich etwa 12 Stunden non-stop. Mit 27 Zoll großem Retina-Display genau das Richtige für kreative Arbeiten in Adobe Photoshop oder Adobe InDesign. Ebenso, um im Eiltempo auf der Tastatur Tango zu tanzen und E-Mails zu verfassen oder Daten per FTP hin- und herzuschieben. Es geht kaum eine Tätigkeit schneller, als an meinem Schreibtisch mit meinem Computer. Ich habe schon oft gemerkt: an fremden Workstations bin ich mit gerade einmal halb so viel Zylindern unterwegs. Das ist ungefährt so, als würde man in fremden Betten schlafen … Nirgends pennt man so fantastisch, wie im eigenen. Und nicht zuletzt: Der iMac sieht in seinem hochwertigen Alu-Kleid einfach kriminell gut aus. Für mich als jemand, der stets ein Auge für das Schöne hat, ist dieser Faktor sehr bedeutsam. Kein Kabel vergiftet den Blick auf und unter den Schreibtisch was die Ästhetik aller angrenzender Elemente aufrecht erhält. Der iMac ist fast wie ein eigenes dekoratives Stillleben in meinen vier Wänden. Und er ist absolut leise. Nicht einen Laut gibt er von sich – habe ich schon erwähnt? Ich liebe pure Stille.

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Das iPhone

Zu meiner täglichen Routine gehört auch das iPhone – und seit Weihnachten sogar das brillante und nagelneue iPhone X (sprich zehn). Drei Wörter dazu: Ich liebe es! Es gehört zur Grundausstattung, weil ich damit täglich meine privaten und geschäftlichen Anrufe mache aber auch, um mir schnell einen Überblick über die News aus Politik, Wirtschaft, Technik zu verschaffen oder, um frischen Input aus der kreative Welt zu absorbieren. So etwas passiert gerne bereits auf dem Weg zur Toilette (machmal auch währenddessen) und zieht sich bis in die späten Abendstunden. Zwei separate Telefone wären ein Unding für mich und total nervig. Ich bin glücklich mit einem, während eine radikale Trennung zwischen Beruf und Arbeit in meinem Leben praktisch kaum existent ist. Eben weil ich diese Pole nicht als Gegensatz betrachte, sondern die Grenzen als selbstverwirklichende Übereinkunft bewusst miteinander verschwimmen lasse. Es ist eben jener Grund, weshalb es mir gelingt, mit gelassener Selbstbestimmtheit und Antriebskraft meiner Arbeit nachzugehen. Lieber hab ich nach meiner Urlaubsrückkehr 5 offene Tasks als 100 ungelesene E-Mails. Life is good! Und mit iPhone X noch besser.

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Das iPad

Ist der iMac zu groß und das Sitzen im Bürostuhl unbequem und das iPhone zu klein und in der Handhabung begrenzt, greife ich zum iPad Pro. Mit knapp 13 Zoll groß genug, um alles wichtige (und unwichtige) stets im Blick zu haben. Per Splitscreen lassen sich Apps nebeinander betrachten, Drag & Drop ist mit dabei, ein Entwurf wird zu allen Geräten im Bruchteil einer Sekunde per AirDrop auf andere Devices geschickt und Cloud-Dienste, wie Dropbox, erleichtern die Dateisynchronisation enorm. Es ist das perfekte Bindeglied zwischen Mac und Phone, bei jedem Meeting dabei, macht auch vom Sofa aus eine verdammt gute Figur und arbeitet komplett ohne Ladezeiten. Aber das iPad hat noch deutlich mehr Vorteile: Durch die Touchoberfläche, die auf dem iPhone zu klein ist und auf dem iMac eben nicht existent, lassen sich unter Einsatz des Apple Pencils pfiffige Entwürfe, rasante Scribbles, komprimierte Gesprächsnotizen oder einfach nur Mantra-artige Kreise während des Telefonieren malen. Doch dazu später mehr. Die Hands-off-Technologie der iCloud erlaubt es, egal mit welchem Gerät man aktuell arbeitet, mit einem anderen weiterzumachen: Man lässt das eine liegen, nimmt das andere zur Hand und macht an der gleichen Stelle weiter: Zum Beispiel E-Mails. Und hab ich schon erwähnt? Netflix gucken ist ein absoluter Hochgenuss, wenn der Fernseher gerade nicht in Reichweite ist! Das iPad ist eine richtiger Entertainment- und Konsum-Herkules! Wann immer der iMac seinen Schönheitsschlaf frönt, greife ich zum kompakten iPad.

Apple Pencil und Apple AirPods

Grafiker haben die argwöhnische Eigenschaft, immer rumkritzeln zu wollen und einen Stift in der Hand zu halten. Wundert es, dass der extrem hochwertige Apple Pencil somit zur Grundausstattung von Designern gehört? Entwürfe, die auf dem iPad angefangen wurden, könne direkt an Adobes Creative Cloud verschickt und in Photoshop gefinisht werden. Oder sie bleiben einfach auf dem iPad und man zaubert mit den üppig ausgestatteten Apps wie ProCreate oder Adobe Sketch ein freischaffendes Digital Painting. Im Urlaub bearbeite ich meine Bilder via Lightroom auf dem iPad, retuschiere mit dem Stift die kleinsten Unreinheiten und verfasse handschriftliche Liebesbriefe an meine Frau, während sie im Bad steht ;-) Es ist wirklich eine untertriebene Empfehlung zu sagen, dass der Pencil das iPad erst komplett macht.

Weiterhin gehören zu meiner Ausstattung die kabellosen Bluetooth-Kopfhörer names AirPods. Zu bequem ist es geworden, mit Headphones ein Telefonat zu unterhalten und parallel beide Hände frei zu haben. Betriebsinterne Meetings laufen bei mir fast immer über die AirPods und das über jedes der drei Geräte. Je nachdem was ich gerade zur Hand habe (das ist mein voller Ernst). Einfach das Ladecase der AirPods aufklappen, Verbindung auswählen. Fertig. Es klappt zu 100% immer reibungslos. Zusätzlicher Vorteil: Ich kann mich frei bewegen, den Kaffee nachfüllen, To-Dos notieren oder ein paar Liegestütze machen. Manche Gespräche lassen sich sogar mit der Hunde-Gassirunde kombinieren, da sind mir die kabellosen Kopfhörer gerade recht, denn so verheddert sich auch nicht die Hundeleine im Kabel. Ein Doppeltipp auf die Hörer aktiviert Siri, die mir dann hochgesunde low-carb-Rezepte für das Mittagessen empfiehlt oder mir meine letzte E-Mail vorliest.

Die DSLR

Seit die mobilen Apps und Kameras immer besser werden kann ich beobachten, wie ich meine Nikon D5100 immer seltener zur Hand nehme. Warum? Herrgott, es ist einfach zu bequem Fotos mit dem Handy zu schießen, verwalten und retuschieren, während alles in Alben gesammelt und geteilt werden kann. Seit dem iPhone X noch viel mehr, denn die Dual-Kamera läuft der großen Spiegelreflexkamera den Rang ab. Meine Nikon nehme ich dennoch gerne zur Hand, obwohl sie ein älteres Baujahr ist. Nämlich immer dann, wenn ich aufwendige Shootings mache, bei denen auch synchronisierte Blitze dabei sein wollen. Generell verhält es sich im Kamerasektor ohnehin so, dass die Technik nur in Mäuseschritten vorwärts geht, während der Smartphone- und App-Markt boomt! Das hätte ich früher nie gedacht, dass ich lieber mit dem Handy fotografieren würde … Den Body der Cam auszutauschen kommt auch nicht in Frage, da der Großteil der Bildqualität eh über das Objektiv erzielt wird und ich hier schon sehr gut aufgestellt bin. Sie wird also noch ein paar Jahre halten.

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Ihr seht also, mein Equipment ist durchgängig von Apple bestimmt. Das war nicht immer so! Ich habe über zwei Jahrzehnte mit Windows gearbeitet. Mein erstes Smartphone lief selbstverständlich mit Googles Android. Beides hat mich 2015 so extrem aufgeregt, dass ich alles rausgeschmissen habe und zum ersten Mal in meinem Leben Apple die Chance geben wollte. Ich habe es nicht bereut. Mein Tagesablauf läuft wie geschmiert und das wird wohl auch noch eine Weile so bleiben. Peace aus dem digitalen Kosmos und Home Office!

Stefan Riedl

Stefan Riedl Grafik-Designer aus Augsburg

Designliebhaber

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