25 Jahre Photoshop! Quiz und Glückwünsche per Videogruß

Photoshop 25 years Stefan Riedl

Geburtstage sind etwas großartiges und stecken obendrein noch voller Überraschungen. Interessant ist dabei die Tatsache, dass sie ja eigentlich überhaupt nicht überraschend kommen. Bei einem Vierteljahrhundert muss man aber schon genauer hinsehen und tief dreinblicken, ob sich nicht doch schon erste Fältchen irgendwo auf der zarten Oberfläche gemütlich niederlassen. Ich gebe Entwarnung! Bei unserem gegenwärtigen Geburtstagskind hat der Gestalter die Rechnung wohl nicht mit der populärsten Bildbearbeitungssoftware der Welt gemacht: Photoshop – das Mekka für Fotografen, Digital Artists, Grafik-Designern und vielen anderen kreativen Köpfen.

Kurzer Ausflug zur Stunde der Geburt: Am 19. Februar 1990 veröffentlichte der heutige Softwaregigant Adobe Version 1.0 der populärsten Bildbearbeitungssoftware, dieses Planeten. Damals passte alles notwendige noch auf eine 800 Kilobyte Diskette, aber Speicher ist in heutigen Zeiten schon längst Nebensache und die Dimension eine vollkommen andere. Creative Cloud lautet das Stichwort und alles was der Designer von heute braucht findet er gut verpackt, praktisch verschnürt, übersichtlich sortiert und jederzeit abrufbereit an einem ganz bestimmten Ort der Welt: Nämlich dem digitalen Überall. Für 90 Prozent aller professionellen Gestalter in der Bildbearbeitung und Druckvorstufe ist Photoshop die bevorzugte Lösung, eine stolze Hausnummer! Ebenso wenn man betrachtet, wie weit sich der Einsatzzweck mittlerweile schon erstreckt. Ich versuch mal die Ansätze einer unvollständigen Liste anzustoßen: Entwicklung digitaler Fotoaufnahmen, Highend-Retusche und Bildmanipulationen, Compositing komplett neuer Szenarien und Creative Artworks, Concept-, Digital- und Matte-Painting, Arbeiten im 3D-Raum mit Meshs, Obeflächtentexturen und 3D-Texten, Videobearbeitung für DSLR-, Camcorder oder Smartphoneaufnahmen, Grafik-Design für Printerzeugnisse und Setzen von Texten, Gestaltung vollstängier Weblayouts, Vektorverarbeitung und vieles mehr…

Man mag von Photoshop und der Distributionspolitik von Adobe halten was man will, schließlich sorgte gerade die Umstellung auf das Abomodell seinerzeit für große Furore und spaltete die Anwendermasse in unterschiedliche Lager. Photoshop selbst nimmts gelassen, stört sich daran kaum bis gar nicht und so lässt sich das Kindchen richtig schön feiern. Zu Recht, denn es gibt nichts vergleichbares am Markt. Quer durchs World Wide Web dreht gegenwärtig die frohe Geburtstagskunde ihre Runde, während die Kerzen wackeln und die Korken knallen. Happy Birthday Photoshop!

Auf der offiziellen Facebook Page von Sven Doelle (Principal Business Development Manager bei Adobe) kommt man sogar im Rahmen des großen Birthday-Countdowns in den besonderen Genuß, jeden Tag ein kostenloses 12-monatiges Foto-Abo zu gewinnen! Darin ist die Bildbearbeitungssoftware Photoshop und die Fotoverwaltungssoftware Lighroom enthalten. Der Ablauf: An einem jeden Tag stellt ein renommierter Künstler aus der Szene der globalen Community eine Quizfrage, die es zu beantworten gilt. In den vergangen Tagen machten bereits große Namen ihre Runde. Mit dabei waren im Quizmarathon schon bekannte Koryphäen wie Uli Staiger, Alexander Heinrichs, Maike Jarsetz, Calvin Hollywood, Martin Krolop, Matthias Schwaighofer, DomQuichotte, Robert Maschke und… Stefan Riedl. Was? WTF? Wer zur Hölle ist Stefan Riedl? Ja… dachte ich mir auch :-) Stefan Riedl ist der Typ, dessen Blog du gerade liest und immerhin wird mein Name in einer Reihe mit den eben aufgezählten Größen erwähnt… Na wenn das mal kein Grund ist, Beton in der Brust zu zeigen ;-)

Photoshop 25 years Stefan Riedl

Ich liefere also heute im Namen von PSD-Tutorials.de meinen ganz persönlichen Beitrag zur großen Kuchenrezeptur der Festtagstorte. Wer die Antwort auf meine Quizfrage kennt, kann einen Kommentar hinterlassen und sollte obendrein noch die Seite liken. Ist das getan, kommt man automatisch in den Lostopf und gewinnt mit etwas Glück das Foto-Abo. Wer Pech hat und nicht mit dem Siegel des Glücksritters davonreitet kann beruhigt sein:  Die nächste Chance gibt es schon morgen erneut zur gleichen Zeit am gleichen Ort – eben noch bis zum offiziellen Geburtstag am 19. Februar. Also schnellstmöglich hier das Video checken!

Falls ihr euch im übrigen fragen solltet, weshalb das Bild- und Videomaterial im Outfit meinerseits variiert, dann möchte ich euch gerne die Antwort verraten: Ich bin ein Gestaltwandler! Nein Spaß ;-) Das Video wurde einfach zweimal aufgezeichnet, da es beim ersten Mal hinterher kleine Schwierigkeiten mit der Einbindung gab. Und da der Sekt mittlerweile alle war und die Klamotten bereits in der Waschmaschine fleißig ihre Runden drehen, musste mein liebevoller Mops „Gonzo“ als Lückenfüller herhalten, der zugegebenermaßen noch etwas sehr müde zu den frühen Stunden war.

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Meine Blogleser wissen, auf Graphicspot.de gibt es aber nicht nur Urteilsverkündungen sondern auch Backstagepässe, deswegen gebe ich auch in diesem Blogeintrag einige Infos zum Besten, wie es zu dieser gesamten Geschichte überhaupt kam und womit ich die Aufnahme vorbereitete. Wie das ganze Projekt initiiert wurde, war ganz einfach: PSD-Tutorials.de gilt als bekanntes Portal für Tutorials und Video-Trainings rund um Photoshop & Co und die Community ist im gesamten eigentlich ein Dorf: „Man kennt sich halt“. Also fragte Sven einfach bei meinem Chef Stefan nach, ob wir nicht auch Lust hätten, eine Quizfrage aufzunehmen. Stefan wusste, dass sein Namensvetter Stefan (also ich) eine Rampensau und regelrecht fameaddicted ist. Er sagte prompt zu. Ich sagte prompt zu. Die Sache war also geritzt. So schnell kann’s gehen!

Nun zu den Settings der Videobotschaft. Für die Aufnahme verwendete ich meine handelsübliche Spiegelreflexkamera aus dem Hause Nikon. Eine D5100, die ich auf meinem Cullmann-Stativ vormontierte und gegenüber des Schreibtischs positionierte.

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Das verbaute on-board-Mikrofon der Kamera ist natürlich totaler Mist, also sah ich mich schleunigst nach adäquatem Ersatz um und entschied mich für ein EDUTIGE Lavalier-Mikrofon zum anstecken am Kragen. Mit der Aufnahmequaltiät war ich sehr zufrieden, denn wer setzt sich denn bitte mit Headset und XXL-Mikrofonbügel vor die laufende Kamera? Sieht nicht nur bescheiden aus, sondern weckt vielleicht den Eindruck ich will gerade einen Airbus landen, anstelle nur ein 120 Sekunden Video aufzunehmen. Standardgemäß hat das Mikro 1 Meter Kabel, was mich so dicht an der Kamera hielt, wie einen angeketteten Köter an einer Öse. Ein drei Meter Verlängerungskabel mit 3,5mm Klinke versprach Abhilfe. Bewegungsfreiheit tut so gut!

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Gegenüber von mir stellte ich zwei Softbox-Dauerlichter auf, die mit ihren 5.500 Kelvin für die notwendige Ausleuchtung in Tageslichtatmosphäre sorgen sollten. Dabei ging dann etwas schief, denn irgendwie hatte ich mir in den Kopf gesetzt, ich müsste beim ersten Video aussehen wie ein Super-NERD und eine entsprechend passende Brille tragen. Die Brille mit der Aufschrift „Jägermeister“ am rechten Bügel hatte ich an Silvester vom Barmann eines Clubs abgestaubt, der mir für jeden Drink eine dieser Brillen gab… Da sammelte sich was an! Jedenfalls ist das natürlich vollkommener Trash, weshalb die Gläser auch nicht entspiegelt sind. Blöd also, wenn die Softboxen dann beim direkten Dreinblicken in die Kamera störend als Reflexion zurückgeworfen werden. Die NERD-Brille abzusetzen kam allerdings auch nicht in die Tüte, also mussten die Dauerlichter einfach etwas zur Seite rutschen, was die Lichtausbeute verringerte…

Dadurch wirkte zum Schluß hin alles etwas unterbelichtet, was glücklicherweise und Adobe-sei-Dank nach der Aufnahme mit Adobe Premiere Pro geringfügig wieder in Ordnung gebracht werden konnte. Wichtig war auch, dass ich bei meiner Kamera den Autofokus deaktivierte, denn dieser hätte vermutlich bei meinem wilden Gestikulieren ständig den Fokuspunkt verdreht und versucht, meinen schnellen Finger- und Handbewegungen zu folgen, was fatal geendet hätte.

Ein paar Probeaufnhamen mussten schon sein. Einige Versprecher natürlich auch. Ich sah mir das Ergebnis an, konnte ein Lachen kaum unterdrücken und Befand es für gut. Dann öffnete ich für das erste Video die Flasche Sekt, lockerte die Zunge, atmete tief ein und plapperte meinen Text vollständig runter. Für gewöhnlich nehme ich ja Screencasts auf, die eigentlich nur meine Bildschirmoberfläche zeigen, da kann ich nebenzu fröhlich quatschen und mich versprechen, denn die Verbalentgleisungen können einfach rausgeschnitten werden, das merkt keiner. Bei einem Video merkt man jedoch sehr wohl, wenn geschnitten wurde, also sollte es möglichst in einem Rutsch statt finden, was mir dann auch gelang und schon war der Videogruß im Kasten. YES! Der restliche Sekt landete übrigens im Abfluss. So fein war der gar nicht. 3 Tage später dann die Botschaft, die Aufnahme noch einmal zu machen. Gesagt, getan, aber mit weniger Elan als beim ersten Mal, das gebe ich zu. Im Grunde kann ich aber behaupten, es war ein ziemlich witziges Projekt und ist einfach toll, wenn man im Rahmen seiner Tätigkeit so viel unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen darf. Ich hab mich sehr gefreut und nun seid ihr gefragt: Na, was sagt ihr?

Stefan Riedl

Stefan Riedl Grafik-Designer aus Augsburg

Designliebhaber

Stefan Riedl