Inspiration lauert im kosmischen Überall: Filme und Serien als Ideensprungbrett!

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Designer sind Jäger und Sammler. Nicht unbedingt nach materiellen Errungenschaften, vielmehr nach kreativen Ideen, raffinierten Umsetzungstechniken und ausdrucksstarken Schöpfungen, die man irgendwie, irgendwo, irgendwann einmal gebrauchen kann. Man streckt also unentwegt die Fühler in alle Richtungen aus und hält nach heißen Ideen Ausschau, die sich dann an die Synapsen klammern dürfen. Das ist echt toll, denn so entsteht bei der Ausarbeitung von 1 + 2 nicht 3 sondern 12! Mir passiert es oft, dass ich beim gemütlichen netflixen auf etwas stoße, dass – neben dem eigentlichen Unterhaltungsprogramm – meine Neugierde nach schönstem Design weckt.

Kürzlich, als ich mich auf meinem Ledersofa lang machte, um mich ungehindert in den Netflix-Sternenepos der Serie Star Trek Discovery zu stürzen, kam ich nicht umhin, mir beim Serienauftakt das Intro anzusehen. Etwas, das ich nach einmal anschauen gerne überspringe. Doch diese wenigen Sekunden sind grafisch auf einer Art und Weise aufbereitet, die meine kreative Ader so beflügelte, woraufhin ich sie mir immer und immer wieder ansah! Um ganz ehrlich zu sein: Die dort gezeigte visuelle Sprache, hat mich überhaupt nicht mehr losgelassen! Und für alle, die noch nicht in den Genuss gekommen sind, hier der passende 90-Sekunden-Einstieg:

Genug geschwärmt, irgendwann an einem Sonntag Nachmittag wollte die Idee dann mit Biegen und Brechen aus meinem Kopf heraus und in einen Pixelcluster umgewandelt werden. In Photoshop begann ich nach und nach – unter enormen Einfluss des Intro – die Geschichte nachzukomponieren, jedoch als freie Interpretation. Ich suchte mir eine Sequenz, die mir gefiel und sammelte entsprechendes Bildmaterial aus meinen eigenen Bibliotheken zusammen. Das Auge stellte ich selbst, während andere Materialen ganz einfach auf Pixabay.com, Unsplash.com oder im Shop von PSD-Tutorials.de zu finden sind.

Schade ist nur, dass dieses Bild seine wahre Pracht nur in voller Auflösung entfalten kann. Es gibt so viele Details, die leider aufgrund der Kompression für die Webdarstellung verloren gehen … Vorzeigbar ist es natürlich trotzdem und erzählt wird Abenteuer. Eine Geschichte, die den Mut zur Erkundung seiner eigenen Welt zum Ausdruck bringt: Discover your world!

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Wer bewusst durch die Welt geht und sie aufmerksam beobachtet, sich den Dinge mit offenen Augen und Ohren widmet und die verwendete Sprache nicht nur als Transportmittel sieht, sondern als eine Art der Kommunikation mit eigenem Charakter, wird die wunderbasten Dinge in unserem Kosmos entdecken: Ein Flaschenhals entpuppt sich als nächste Idee für ein Poster, die Buchrücken im Regal für die nächste Farbkomposition und ein Intro bzw. Outro als wertvolle Fundgrube zur kreativen Ausarbeitung eines intergalaktischen Sternenorchester. Bleibt also offen!

Stefan Riedl

Stefan Riedl Grafik-Designer aus Augsburg

Designliebhaber

Stefan Riedl